KRAGARMTREPPE

Geländer aus Glas mit Punkthalter

Ein Kragarmtreppe setzt Akzente im modernen Architekturstil: die Trittstufen einer Kragarmtreppe wirken wie frei aus der Wand schwebend (kragend) und führen so zu einer ausdrucksstarken Inszenierung der Trittstufen. Dabei hat auch die Kragarmtreppe eine statisch notwendige Tragkonstruktion: eine in die Wand integrierte Treppenwange mit angeschweißten Stahlstufen. Die tragenden Stahlstufen werden dann von den Trittstufen "ummantelt". Für diese Technik eignen sich Holzstufen ebenso wie Marmor- oder Granitstufen. Zudem macht man sich die Stahlstufen, die als Kastenstufen konstruiert werden, zunutze, um sie mit einer Trittschalldämmung zu füllen.

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Glasgeländer für Kragarmtreppe

Um die freischwebende Optik einer Kragarmtreppe zu verstärken, wird meist als Absturzsicherung ein Glasgeländer gewählt. In privaten Wohnhäusern verzichtet der Bauherr oftmals gänzlich auf ein Geländer, um den Kragstufen eine noch höhere Aufmerksamkeit zu geben. In öffentlich zugänglichen Gebäuden jedoch sind die baurechtlichen Vorschriften zu beachten. 

Bei dieser Treppenbauweise werden die Geländerscheiben mit Bohrungen versehen, so dass die Scheiben an der Stirnseite der Kragstufen befestigt werden können.

Bei diesem Projekt wurde zur Aufnahme der Holmast ein Edelstahlhandlauf konstruiert, so wie das die TRAV (Technische Regeln für absturzsichere Verglasung) vorsieht. Die TRAV wurde zwischenzeitlich ersetzt durch die DIN 18008 Teil 4, Kategorie B für unten linienförmig gelagerte Verglasungen. Zur Verkleidung der in die Wand integrierten Treppenwange hat der Bauherr hier eine innenseitige Wandscheibe aus Cortenstahl gewählt, die zweifelsohne durch ihre charakteristische Patina einen weiteren Akzent setzt. Cortenstahl wird im Volksmund auch als Edelrost bezeichnet.